Fahrt des Gartenbauvereins nach Südtirol

Wenn Engel reisen. Das angesagte Regenwetter in Südtirol gab es nicht und der gefürchtete Stau am Brenner waren nur wenige Abschnitten mit Schrittgeschwindigkeit. Nach dem zweiten Frühstück am Bus ging es in die Gilfenklamm bei Ratschings. Der Ratschinger Bach durchbricht dort eine Gesteinsschicht aus weißem Marmor. Die Wassermassen rauschen eindrucksvoll hinunter. Auf einem gesicherten Steig wanderten wir den Bach entlang.


Weiter ging es nach Vintl zur Schaukäserei Capriz. Bei einer Führung durch die Schaukäserei und das Museum hörten wir von der „Wissenschaft“ der Käseherstellung. Durch Bakterienkulturen, Reifeprozesse und Geheimnisse der Käsermacher selbst, entstehen die köstlichen Käsesorten. In Capriz wird viel mit Ziegenkäse gearbeitet. Verschiedene Ziegenmilchkäse und Kuhmilchkäse durften wir dort verkosten.

Den zweiten Tag der Südtirolreise verbrachten wir in den Gärten von Trauttmannsdorf. Diese erstrecken sich auf 12 Hektar mit einem Höhenunterschied von 100 Metern. Das eröffnet spektakuläre Ausblicke auf die über 80 Gartenlandschaften, die umliegende Bergwelt und die Stadt Meran. Auf sanft geschwungenen Wegen geht es auf eine Reise durch vier Gartenwelten mit Pflanzen aus aller Welt.

Nachmittags war noch eine Weinprobe in unserem Hotel Sonne in Villanders angesagt. Hier war die Weinprobe nur zweitrangig. Walter, der Wirt, unterhielt uns mit Musik, Gesang und Witzen.

„Und dann“ gab es noch die Laudatio für unseren Busfahrer Reinhard. Der Gartenbauverein Halfing fährt nun schon 25 Jahre mit ihm. Seine Fahrweise war einfach immer top – stets entspannt und sicher, auch auf den kurvenreichen Straßen. Außerdem hat er immer einen witzigen Spruch auf den Lippen, was die Stimmung der Reiseteilnehmer gleich aufhellt.


Ein weiterer Programmpunkt der Reise war der Besuch beim Ötzi in Bozen im Archäologischen Museum. Bei der Führung sahen wir die vielfältigen Ausrüstungsgegenstände und Kleidungsstücke des „Mannes aus dem Eis“. Durch ein kleines Fenster konnten wir den 5000 Jahre alten, mumifizierten Ötzi in seiner speziell entwickelten Kühlkammer betrachten.

Anschließend war der Besuch der Märkte in Bozen angesagt.

Später fuhren die Reiseteilnehmer bei bester Sicht und Sonnenschein mit der Seilbahn auf den Ritten. Oben gings mit der Schmalspurbahn weiter nach Klobenstein. Bereits bei der Bahnfahrt hatten wir eine fantastische Aussicht. Einige wanderten Richtung Erdpyramiden. Die Entstehung dieser anmutigen Erdpfeiler reicht in die späte Eiszeit zurück. Es entstand ein bedeutendes Naturdenkmal.

Der Rest der Gruppe genoss ein Eis oder anderes Getränk in der Sonne mit Blick auf die imposanten Berge. Direkt vor uns die Santner Spitze und der Schlern.


Am Heimreisetag besuchten die 45 Mitfahrer noch die charmante Stadt Brixen im Herzen Südtirols, eingebettet in einer malerischen Alpenkulisse. Unsere Führer erklärten die perfekte Mischung aus mittelalterlicher Architektur, reicher Kultur und lebendigem Stadtleben. Ihre Geschichte reicht bis in die Römerzeit zurück.


Da es auf dem Brenner keinen Stau gab, konnten wir in Innsbruck noch die Bergiselschanze besichtigen. Mit Schrägaufzug und Lift ging es hinauf auf die Aussichtsplattform der Skisprungschanze. Auf Höhe des Restaurants und dem Schanzentisch beobachteten wir auch einige Skispringer beim Training.

Ein schöner Abschluss für unseren abwechslungsreichen Ausflug. Viele wollen nächstes Jahr wieder mitfahren, obwohl unser neues Ziel noch gar nicht bekannt ist. Dies freut natürlich die Verantwortlichen der Reise.

Dir Organisatoren v.l. Angelika, Annemarie, Monika und Liesi mit Busfahrer Reinhard